Tips & Tricks


 

Kugelkopf und Stahldraht

Normalerweise ist alles klar, man nimmt eine Löthülse lötet sie auf den Stahldraht schraubt den Kugelkopf darauf und die Welt ist in Ordnung. Aber wie ist es bei den kleineren Modellen? Dort ist meistens nicht genug Platz, um ein Kugelgelenk mit Löthülse zwischen Gestängeaustritt und Ruderhorn zu montieren. Soll man deshalb auf eine spielfreie Anlenkung verzichten? Nein!!
Die Lösung besteht aus einem Messingrohr mit 2mm Durchmesser und einem 2mm Schneideisen (am besten mit Führung damit das Gewinde nicht wegläuft). Dieses Messingrohr hat in der Regel ca. 1mm Innendurchmesser genau passend für die in "kleineren" Modellen verwendeten Stahldrähte. So, man sollte sich ein Stück Messingrohr mit etwas Übermaß abschneiden, damit man es einspannen kann. Jetzt mit dem Schneideisen und etwas Öl (MS ist sehr hart) das Gewinde auf das MS-Rohr schneiden. Die Gewindelänge richtet sich nach dem verwendeten Kugelkopf. Meistens kann man diese noch etwas kürzen, aber nur wenn es wirklich nicht reicht "Safety first". Wenn das Gewinde geschnitten ist, kann man das Rohr ca. 1-2mm nach dem Gewindeende abtrennen und entgraten. Bevor die Gewindehülse mit dem Stahldraht die (hoffentlich) ewige Verbindung eingeht muß der Draht vorbereitet werden. Das Ende an dem die Hülse befestigt werden soll, wird mit Schmirgel oder einer Feile von seiner Oxydschicht befreit und sofort verzinnt (am besten Elektoniklot mit Flußmittelseele benutzen). Die Gewindehülse sollte auch vorher innen verzinnt werden, man dreht dazu zwei Muttern auf und klemmt die Hülse in einem kleinen Schraubstock fest. Nun steckt man ein Stück Lötzinn hinein und erhitzt mit dem Lötkolben den Bereich der Hülse der kein Gewinde besitzt ( die 1-2mm) so lange bis aus beiden Seiten der Hülse keine Gasblasen des Flußmittels mehr kommen. Jetzt den Verzinnten Draht einschieben und etwas Lötzinn dazu geben. Die beiden enden der Hülse sollte man anschließend mit einer Feile sauber verputzen. Man kann auch nochmal das Gewinde nachschneiden um eventuelle Flußmittelreste zu beseitigen.

Bilder zum Text (für größere Darstellung einfach anklicken ca. 45k pro Bild).

  Hier wird das Gewinde geschnitten.  Das fertige Gewinde.  Gewindehülse mit dem Stahldraht verlötet aber noch unverputzt.  Gewindehülse und Stahldraht verputzt.  Das Endergebnis. 


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© O. Kurz